Dr. Daniel von Lennep zum "BZÄK-Kommentar zur GOZ"
Dr. Daniel von Lennep - Zahnarzt und Vorstandmitglied der ZA eG
Es ist gut und wichtig, dass die Zahnärztekammern sich im Interesse ihrer Mitglieder für die GOZ einsetzen. Doch um einen „Kommentar der deutschen Zahnärzteschaft“ aufzulegen, sollte berücksichtigt werden, dass die tägliche Anwendung der GOZ und die Auseinandersetzung mit den Kostenerstattern in besonders großer Frequenz auch in der ZA stattfindet.
Wir bearbeiten täglich bis zu 6.000 Rechnungen, wir beantworten die Schriftsätze der Beihilfestellen, wir führen mit unseren Fachanwälten Musterprozesse zu strittigen Auslegungen.
Wenn wir eine Abrechnungsempfehlung geben, stehen wir in der Pflicht, sie auch gegebenenfalls gegen die Kostenerstatter durchzusetzen. Im Vergleich dazu sind die Kammern wie die Priester, die von der Ehe reden: zölibatäre Theoretiker.
Es wäre fatal, wenn die BZÄK bei der Fortschreibung ihres Kommentars auf dieses Erfahrungswissen und diese Kompetenz verzichten würde, die gerade ein Abrechnungsdienstleister in Zahnärzte-Hand im Dienste der Kollegenschaft zur Verfügung stellen kann.
Übrigens stimmen sich in Nordrhein bereits die Körperschaften und Verbände und die ZA in ihrer Auslegung der GOZ detailliert ab. Dieses Modell sollte bundesweit Schule machen. Im Interesse der gesamten deutschen Zahnärzteschaft.